Pädagogik

Maria Montessoris Pädagogik

Maria Montessoris Pädagogik orientiert sich unmittelbar am Kind und berücksichtigt konsequent die Bedürfnisse des Kindes. Dies zeigt ihr Leitsatz “Hilf mir es selbst zu tun.” Das bedeutet, dass auch die besonderen Bedürfnisse des hoch begabten Kindes ernst genommen werden müssen.

Sie sagt weiter “Das Kind hat seinen Geist, der fähig ist, Wissen zu absorbieren, und er hat das Vermögen sich selbst zu bilden.” Selbstgesteuertes Lernen und die Entfaltung der Persönlichkeit sind wichtige Ziele ihrer Pädagogik.

Das Kind hat die gleiche Würde wie Erwachsene, es wird als vollwertiger Mensch gesehen, seine Lernbedürfnisse werden nicht einer Altersnorm angepasst.

Wenn Hochbegabung ein angeborenes Potential ist, und der “Bauplan des Kindes” von Geburt an in ihm wohnt, dann sollte sich jedes Kind seinen Anlagen entsprechend entfalten dürfen, ja sogar müssen, um Verhaltensauffälligkeiten vorzubeugen. Das bedeutet das auch ein dreijähriges Kind Buchstaben und Zahlen lernen darf.

Die Intelligenz eines Menschen ist ein wichtiges Persönlichkeitsmerkmal, deshalb hat sie eine starke Auswirkung auf die Persönlichkeit des Kindes. Die hohe Sensitivität, die Sinnesempfindlichkeit und die häufig vorhandenen Ängste hoch begabter Kinder sind Ausdruck ihrer Person und müssen als solche geachtet und verstanden werden.

Die Erzieherin ist Begleiterin und Beobachterin, sie steht dem Kind helfend zur Seite, wenn das Kind Hilfe zur Selbsthilfe benötigt. Das Kind ist der Motor seines Lernens und seiner Entwicklung. Dadurch nehmen die Kinder ihre Interessen, Stärken, ihre Lernerfolge und Schwächen selbst wahr. Dabei ist es unwichtig, ob es sich um ein Kind mit Behinderung oder um ein hoch begabtes Kind handelt.

Es ist nicht Aufgabe der Erzieherin Kinder zu belehren, sondern vielmehr, sie beim Lernen und Spielen zu begleiten. Das bedeutet die individuelle Entwicklung der Kinder zu beobachten um ihnen Angebote, Ermunterung, Hilfestellung und Bestätigung zu geben.

Da viele unserer Kinder schon einen anderen Kindergarten besucht hatten, ist unsere wichtigste Aufgabe, es den Kindern zu ermöglichen endlich Freunde zu finden. Das heißt, Kinder zu finden mit denen man sich gut versteht, mit denen man einfach spielen kann, Wetteifer erleben kann, sich einbetten kann in die Gesellschaft, um nicht immer isoliert und einsam zu sein. Sie und ihre Eltern müssen lernen ihre Hochbegabung als Teil ihrer Persönlichkeit zu akzeptieren und zu integrieren. Dazu brauchen sie die Wertschätzung ihrer Art und die Freude an ihren Entwicklungsmöglichkeiten.

Bildungsbereiche

Maria Montessori hat vor langer Zeit schon festgestellt, dass Kinder “sensible Phasen” haben, die es ihnen erlauben mit wenig Aufwand und in kurzer Zeit Dinge zu erlernen. Die heutige Gehirnforschung nennt dieses Phänomen “Zeitfenster”. Kinder müssen zur richtigen Zeit das für sie wichtige lernen dürfen. Deshalb hat der Kindergarten einen Bildungsauftrag.

Uns sind folgende Bildungsbereiche wichtig:

Sprache, Mathematik, Naturwissenschaft und Technik, Musik und Kunst, Wertevermittlung, Soziale Kompetenz sowie Medien.